logo
-- www.johnsinclair-forum.de -- www.gruselroman-forum.de --
Das Forum zu John Sinclair, Gespenster-Krimi, Vampira, Hörspielen und vielem mehr !
Willkommen !
Falls Sie auf der Suche nach einem Forum rund um klassische und aktuelle Romanhefte sind, sollten Sie sich hier registrieren. Hier finden Sie ebenfalls Rubriken für Hörspiele und weitere Foren. Die Nutzung des Forums ist kostenlos.

John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » Professor Zamorra » PZ1001-heute » Band 1199: Das lauernde Böse
« Vorheriges Thema | Nächstes Thema » Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Michael Michael ist männlich
Administrator




Dabei seit: 22.11.2007
Beiträge: 4766

17.05.2020 20:21
Band 1199: Das lauernde Böse
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen



Endlich Urlaub! Oder doch nicht? Nachdem das schon mehrmals in letzter Zeit schiefgegangen ist, erhofft sich Nicole ein wenig Erholung in einem irischen Wellness-Hotel. Die Reise verdankt sie einer ominösen Einladung. Zamorra verspürt wenig Lust, seine Partnerin zu begleiten, und so nimmt Nicole kurzerhand Madame Claire mit auf den Trip. Ohne zu ahnen, dass sie alles andere als ein erholsamer Kurzurlaub erwartet!

Geschrieben von Veronique Wille
Erscheinungstag: 12.5.2020

Diesen Roman bewerten Die aktuelle Top50

__________________
Wenn die Süße des geringen Preises verflogen ist, die Bitterkeit minderer Qualität wird bleiben.

                                    Michael ist offline Email an Michael senden Beiträge von Michael suchen Nehmen Sie Michael in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
132740
Wolf55 Wolf55 ist männlich
Haudegen




Dabei seit: 02.10.2018
Beiträge: 541

17.05.2020 23:10
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Titelbild: Elena Schweitzer / Shutterstock

                                    Wolf55 ist offline Email an Wolf55 senden Beiträge von Wolf55 suchen Nehmen Sie Wolf55 in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
132753
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
Team




Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 9733

19.05.2020 18:02
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Einen Einstieg ins Abenteuer, wo Zamorra im Keller seines Schlosses auf John Sinclair und Dorian Hunter trifft, habe ich nicht erwartet. Wie kommen die denn hierher? Wissen sie auch nicht. Egal, kann man sich ein wenig besaufen und über die gute alte Dämonenjagd austauschen. Danach schleppt Zamorra sich ins Bett. Am nächsten Morgen sind die beiden Kollegen natürlich spurlos verschwunden, aber ich habe so das Gefühl, ich werde die beiden wiedertreffen – bald schon … Nee, muss nicht. Ich bin kein Fan dieser Crossover. Vor allem, da sie ja in unterschiedlichen Welten unterwegs sind und gerne getrennt bleiben dürfen.

Wie schon im Teasertext erwähnt, gewinnt Nicole nun jedenfalls überraschend ihre Urlaubsreise. Von einem Earl. Auf seiner Burg. Gibt es Grund zur Annahme, dass das eine Falle ist? Nope, kein Gedanke wird daran verschwendet. Hat man momentan viel dringenderes zu tun, wo man weiß, dass die Amulettkopien sich alle in Peru versammeln? Nö, die Weltrettung kann auch mal ein paar Tage warten und Urlaub hatten sie beide verdammt noch mal nötig! Hätte man den Roman nicht vor den so wichtigen Yaga-Band von Schwichtenberg setzen können? In dieser Reihenfolge macht das absolut keinen Sinn.

Die Woche schleppte sich auf Château Montagne ereignislos dahin. Wie gesagt, ich glaube der Meister des Übersinnlichen hat da eine ganz rote Alarmleuchte in Peru, um die er sich mal kümmern könnte, falls es sich langweilt. Darauf wird sogar eingegangen. Die Gewissheit, dass etwas Gewaltiges bevorstand, ohne zu wissen, wann, zerrte zusehends an Zamorras Nerven. Die Warterei gedachte er nicht mit einem Wellness-Urlaub in irgendeinem Castle zu verbringen. Wieso abwarten, wenn er doch konkrete Hinweise hat, denen er nachgehen könnte?

Egal, da ihr Partner nicht will, nimmt Nicole halt Claire mit. Und ab geht’s!. Die acht Personen, die sich in dem kleinen altersschwachen Reisebus quetschten, hätten unterschiedlicher nicht sein können. Oh, da kommen direkt Erinnerungen hoch. Tatsächlich liest sich die Szene ziemlich nach dem ersten Dämonenkiller-Band. Inklusive Dialogschnipsel. Da lohnt es sich für die DK-Experten hier vielleicht mal, im Kiosk in den Band reinzublättern. Ich frage mich eher, was das werden soll.

Das Schloss befindet sich auf einer kleinen Insel, die nur über einen natürlichen Felsensteg zu erreichen ist. Die Reisegruppe wird nicht erwartet und findet das Gemäuer verlassen vor. Aber ein es wurde für sie aufgetischt. Und dann erblickt man auch noch kurz einen Leprechaun. Der Sache muss Nicole natürlich nachgehen. Äußerst mysteriös. Bei der Erkundung des Schlosses entdeckt sie weitere Merkwürdigkeiten. Sie vermisste Zamorra. Gemeinsam hätten sie bestimmt eine Erklärung gefunden. Ach komm, du bist doch ein schlaues Mädel, das schaffst du auch alleine!

Was macht der Meister des Übersinnlichen eigentlich gerade so? Langweilt der sich immer noch? Nein, er ist im Dorf, wo er sich einen frisch restaurierten Oldtimer abholt. Ah ok, interessant. Können wir dann bitte wieder zu Nicole schwenken?

Da ist es aber auch nicht unbedingt spannender. Man hat die kleine Erkundungstour abgeschlossen und ist nicht wirklich weiter gekommen, was hier gespielt wird. Es stellt sich aber heraus, dass alle Anwesenden Experten auf dem Gebiet des Paranormalen sind oder entsprechende Erfahrungen gemacht haben. Die angespannte Stimmung wird immer aufgeheizter. Aber zum Glück sind die Speisen mit irgendeiner Substanz versetzt, die Leute werden schläfrig und ziehen sich in ihre Zimmer zurück.

Als sie mitten in der Nacht erwachen, erfahren sie endlich, warum sie hier sind. Dafür muss ich auf die im Roman verteilten Tagebuchauszüge eines Mannes eingehen, der im viktorianischen London seine Traumfrau kennenlernt. Er malt sich schon ihre gemeinsame Zukunft aus, doch er hätte sie besser nicht seinem Bruder vorgestellt. Man kann sich denken, wie die Sache ausgeht. Er stellt sie auf frischer Tat und es kommt zum schlimmen Geprügel vor Zeugen. Danach sind die beiden spurlos verschwunden und man vermutet, er hätte sie ermordet. Aber ohne Beweise ist da nichts zu machen.

Die nächsten Monate verbringt er mit der erfolglosen Suche nach ihnen. Bis ihn ein Brief seiner ehemaligen Geliebten erreicht und sie um ein Treffen bittet. Auf dem Spukschloss. Es stellt sich heraus, dass sie von ihrem bösen Vater dort festgehalten wird. Weil sein Bruder inzwischen an einer Krankheit gestorben ist, soll der Tagebuchschreiber sie zum Weib nehmen. Doch die beiden fliehen. Dann erfährt er endlich die ganze Geschichte. Und fünf Seiten vor Schluss wird der Roman endlich interessant, wenn auch nicht spannend. Die Geschichte um die verfeindeten Riesenclans und das typische Liebespärchen zwischen ihnen, hätte die Autorin viel stärker einbinden sollen. Die Sache endet tragisch. Die Frau wählt den Freitod, weil sie nicht glaubt, dass sie mit ihrem Vater im Nacken jemals glücklich in Ruhe leben werden können. Der Mann tut es ihr gleich, um wenigstens im Jenseits mit ihr vereint zu sein.

Und da liegen die beiden nun in Sarkophagen in den Katakomben des Schlosses. Der Vater hat nicht aufgegeben und die paranormal Begabten hierher gelockt. Um sie wiederzuerwecken, damit sie endlich brav Nachkommen zeugen können. Wenigstens zum Finale bekommen wir auf den letzten zwei Seiten einen interessanten Heftroman. Es gelingt der Gruppe mit gemeinsamen Kräften, sie werden erpresst und haben eh keine andere Wahl, als den unheilvollen Zauber auszuführen. Nur leider ist die untote Tochter nicht gerade dankbar für ihre Auferweckung und sie erwürgt ihren Vater. Wieder ein Fall der Woche erledigt. "Zwei Tage später" düsen Zamorra und Nicole im Oldtimer durch die Gegend und genießen das tolle Wetter, ist doch viel besser als so ein doofer Dämonenfallen-Urlaub. Genau, genießt das Leben, während in Peru die Kacke am Dampfen ist.




Ich bin sowieso kein Fan der Autorin. Sie liefert meistens mittelmäßige - ich nutze mal den Begriff „lauwarme“ - Geschichten ab. Was beim Grundniveau der Serie einfach negativ auffällt. Kann man lesen, besonders gut sind die Abenteuer aber nicht geschrieben.

Dieser Roman ist dann aber doch ein Tiefpunkt für mich. Abgesehen davon, dass er wieder handwerklich nicht wirklich glänzt, stören mich drei Punkte ziemlich.

Erstens macht der Roman so keinen Sinn. Der Sinclairleser kennt das vielleicht. Bei den Co-Autoren brennt die Hütte und dann schiebt Dark einen gemütlichen Fall der Woche ein. Nur macht das Lektorat beim Geisterjäger einen guten Job und sowas passiert dort äußerst selten. Hier ist es absolut unlogisch und dumm, dass Nicole unbedingt den Kurzurlaub antreten will und Zamorra sich auch eine ruhige Woche gönnt, wenn man doch im letzten Fall endlich Hinweise darauf bekommen hat, was es mit den Amulettkopien auf sich hat und wo die Party abgeht. Und natürlich entpuppt sich dieser unerwartete „Reisegewinn“ aus dem Nichts als Falle. Wer hätte damit auch rechnen können? Ach ja, erfahrene Dämonenjäger.

Zweitens weiß ich nicht, ob das jetzt eine Hommage an den Dämonenkiller ist, oder die Autorin es sich nur sehr einfach machen wollte. Die bunte Reisegruppe voller seltsamer Gestalten. Darunter ein junges Ehepaar auf Flitterwochen. Ein unheimliches altes Schloss, in dem sie unterkommen. Der verunstaltete Freak, äh Gnom. Und einige Dialoge lesen sich für mich schon extrem so, als hätte da jemand Band 1 neben sich auf dem Tisch liegen gehabt. Vielleicht macht mir einer der Dämonenkiller-Experten hier die Freude und gönnt sich diesen Band mal, für eine fachkundige Beurteilung. Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.

Was aber am schlimmsten ist: Drittens ist unabhängig davon das „Abenteuer“ an sich extrem lahm. Könnte so auch bei Kelter als Frauengrusel erscheinen. Es passiert in der ersten Hälfte gar nichts. In der zweiten Hälfte kommt die Reisegruppe im Schloss an. Es ist verlassen und spukt ein wenig. Oh, wie unheimlich. Die Tagebuchausschnitte drehen sich um eine mysteriöse fremde Schönheit, aber das war es dann auch. Erst auf den letzten fünf bis zehn Seiten nimmt die Geschichte an Fahrt auf und erreicht zumindest ein solides Niveau.

Und was sollte der Einstieg mit John und Dorian? Ok, die drei treffen Nachts irgendwie im Schloss ohne tieferen Sinn aufeinander und trinken zusammen einen. Schön. Liest sich eher wie eine amateurhafte Fan-Kurzgeschichte, die auf die Leserseite gehört.

Apropos Leserseite. Wie lange im Voraus wird die eigentlich geschrieben? Wenn da auf eine Convention eingeladen wird, mit Link auf deren Website, auf der die Veranstaltung wegen Corona natürlich längst abgesagt wurde.



Irgendwie war das diese Woche alles doof. Wobei, das Cover geht. Ok, da finde ich „Das Erbe des Doktor Tod“ in der Sinclair-Reihe mit fast dem gleichen Bild stimmiger. Aber ich will auch ein was positives sagen.

großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff Baff Baff (3 von 10 Amuletten). Diese Mischung aus Kelter-Frauengrusel und Dämonenkiller ist schon sehr eigentümlich.

__________________
https://gruselroman.fandom.com/de

Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dämonenkiller (vielleicht pausiert bis die Neuauflage aufgeholt hat)

                                    Das Gleichgewicht ist offline Email an Das Gleichgewicht senden Beiträge von Das Gleichgewicht suchen Nehmen Sie Das Gleichgewicht in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
132838
Der Geist des Weines Der Geist des Weines ist männlich
Tripel-As


Dabei seit: 22.12.2015
Beiträge: 165

23.05.2020 15:19
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Mein siebter Zamorra seit ich seit ein paar Jahren wieder Gruselromane lese. Und er hat mir absolut super gefallen! Ich habe mich einfach berieseln lassen von der Geschichte. Der Auftritt der Geisterjäger-Kollegen, der nicht so ganz passte, und auch das etwas zu schnelle Ende störten mich da kaum.

                                    Der Geist des Weines ist offline Email an Der Geist des Weines senden Beiträge von Der Geist des Weines suchen Nehmen Sie Der Geist des Weines in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
133004
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Gehe zu:
Powered by Burning Board Lite © 2001-2004 WoltLab GmbH
Design based on Red After Dark © by K. Kleinert 2007
Add-ons and WEB2-Style by M. Sachse 2008-2018