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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » DmonenKiller » 3. Auflage bei Bastei » Dorian Hunter - Dämonenkiller Nr. 7 - Amoklauf
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Umfrage: Dorian Hunter - Dämonenkiller Bd. 7: Amoklauf
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Talis Talis ist männlich
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Dabei seit: 30.07.2016
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16.11.2018 22:18
Dorian Hunter - Dämonenkiller Nr. 7 - Amoklauf
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Harry Richardson ließ sich einfach in die weichen Polster seines cremefarbenen Rolls-Royce fallen. Die Hitze, dachte er, diese verdammte Hitze und der Gestank.
Sein Fahrer James betrachtete ihn besorgt. »Soll ich einen Arzt rufen, Sir?«
Richardson gab keine Antwort. Schweiß rann ihm über die hohe Stirn und verfing sich in den buschigen Brauen. Mit einer heftigen Bewegung riss er einen malaysischen Dolch aus der Brusttasche, und bevor James reagieren konnte, zuckte die rasiermesserscharfe Klinge auf seinen Hals zu. Der scharfe Dolch schlitzte ihm die Kehle auf. Blut spritzte hervor und auf Richardsons Anzug.

Amoklauf

von Neal Davenport (= Kurt Luif)

Titelbild: Mark Freier

65 Seiten

04.12.2018


Erschienen in Dorian Hunter-TB (Zaubermond) 2: »Freaks«.


Ein Blick zurück




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17.11.2018 10:11
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Aus dem Zaubermondbereich

Ich mache es kurz, das ist die erste Geschichte des Dämonenkillers, die mir von vorne bis (fast) hinten nicht gefallen hat. Die ich auf CZ-Niveau ansiedeln würde.

Ein weiterer von Dorians Bruder flüchtet nach den Vorfällen in Asmoda ans andere Ende der Welt nach Borneo, um in Brunei in Ruhe seine Stellung innerhalb der Schwarzen Familie zu verbessern. Deshalb plant er einen Sabbat auf dem Anwesen der Richardsons. Unter all den paranormalen Vorfällen die tagtäglich auf dem Erdball passieren. Ausgerechnet der Amoklauf des Richardson-Patriarchen ist Dorians neuster Job. Und bei dem stellt er sich nicht sehr schlau an, was mich am meisten geärgert hat.

Für Domian kristallisiert sich schnell heraus, dass die Richardsons magisch beeinflusst wurden und tickende Zeitbomben sind, die jederzeit ausrasten können. Anthony Richardson holt ihn vom Flughafen ab und dreht direkt durch. Zurück in der Villa wird er wie jemand mit einem kleinen Schwächeanfall in sein Zimmer gelegt. Weder dauerhaft bewacht noch gefesselt. Wenig überraschend bückst er irgendwann aus. Wird mit einer Beruhigungsspritze wieder in sein Zimmer gebracht, nachdem man ihn gefunden hat. Dorian lässt den eingetroffenen Arzt allein mit ihm, ohne Sicherheitsvorkehrungen. Natürlich ist der Doc das nächste Opfer, als Anthony einen weiteren Anfall hat.

Das gleiche Prinzip bei den Frauen, als sie besessen werden. Es müssen ja keine normalen Fesseln sein. Warum keine Magiebanner oder ein versuchter Gegenzauber? So killt auch Grace fröhlich vor sich hin, bis sie sich wieder beruhigt.


Ja, die Amoklauf-Szenen sind hervorsagend inszeniert und machen was her. Ein echter Schocker, ein Aufreger. Gerade nachdem der Roman komplett indiziert wurde. Für mich steht stets die Handlung im Vordergrund, alles andere soll nur Mittel sein, die Handlung zu verfeinern oder zu unterstreichen. Mir ist kackegal, was für einen Charme des Verbotenen der Roman versprüht. Allein damit kann mich niemand ködern.


Weiter im Plot. Dorian erfährt sehr früh, dass Jerome Hewitt mit ziemlicher Sicherheit hinter all dem steckt. Trotzdem dauert es lange, bis er gegen ihn aktiv wird. Das hätte ich als erstes getan. Die Besessenen gesichert und danach Hewitt beschattet. Auch wenn das nichts gebracht hätte, allein der Versuch wäre wichtig gewesen.


Der allgemein Stil des Romans hat ebenfalls seine Schwächen. Sexistisch, Dorian checkt jede Frau im Roman erstmal ab, ob sie sexy ist oder nicht. Besonderer Wert wird auf seine fachmännische Meinung zu Brüsten gelegt. Außerdem verfallen diese mehrmals in eine ladyhafte Schock-Ohnmacht und brauchen die obligatorische Schlafspritze. Klischeehaft, wie Borneo beschrieben wird. Hier kann ich vielleicht noch akzeptieren, dass sich seit den 70ern viel getan hat und die Beschreibungen damals wirklich zutreffender gewesen sind. Oder man sie schlechter recherchieren konnte als heute im Internet. Rassistisch, aber nur minimal wenn es um die Eingeborenen geht.


Ich kann wirklich sagen, da es nicht besser wurde, hatte ich zum Ende hin keine rechte Leselaune mehr und wollte nur zum Schluss kommen. Der hat mich dann nochmal richtig geweckt und gefesselt. Alle Achtung! Keine direkte Konfrontation mit dem Gegner, in welcher dieser besiegt und getötet wird. Wie Dorian den Sabbat sabotiert und was aus seinem Bruder wird ist dann wieder das gewohnte DH-Niveau. Es rettet den Roman leider nicht mehr vor einer unterdurchschnittlichen Wertung.


4 von 10 Schnauzern

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Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dark Land
4. Dämonenkiller
5. Coco Zamis

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17.11.2018 12:44
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Nunja, der Knaller war dieser kammerspielartige Roman auch für mich nicht.
Aufgrund der Indizierung hatte ich da mehr erwartet, aber da bin ich wohl selbst daran schuld.

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17.11.2018 12:46
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Ein merkwürdig substanzloser Roman, der sich kaum vom Fleck bewegt. Morde und Besessenheit, die sich in loser Reihenfolge abwechseln, reichen nicht aus, um eine befriedigende Handlung zu erzählen. Etwas kompakter wird es dann erst zum Schluss, als der Sabbat beginnt und Asmodi erscheint.

Einige Details sind jedoch einer näheren Betrachtung wert:

- Es ist der erste Dämonenkiller-Roman, der in der ersten Person erzählt wird.

- Es erfolgt eine weitere Begegnung mit einem Bruder von Dorian, der im Laufe der nächsten fast vierzig Bände mehr oder minder vergessen wird.

- Fast nahezu jede Begegnung mit Frauen endet mit einer peinlichen Fleischbeschau seitens Hunter. Andererseits gibt es eine Szene, als Dorian einen Anruf von Coco erhält: "Ich war glücklich, ihre Stimme zu hören, und mir wurde warm ums Herz. Es tat gut zu wissen, dass sich ein Mensch um mich sorgte."

- Geradezu prophetisch mutet die kurze Sequenz an, als Dorian sich mit einer Japanerin in ihrer Landssprache unterhält und auf seine ungewöhnliche Sprachbegabung hinweist. Hunter und seine Autoren wussten vermutlich selbst noch nicht um die Symbolhaftigkeit dieser Szene.

- Ebenfalls in diesem Roman einer jener Sätze, die der Erstauflage später zum Verhängnis werden sollten: "Die Toten lagen noch immer aufgestapelt".

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Wenn man in der Kindheit erzählen hört, daß die Toten um Mitternacht... in den Kirchen den Gottesdienst der Lebendigen nachäffen: so schaudert man der Toten wegen vor dem Tode; und wendet in der nächtlichen Einsamkeit den Blick von den langen Fenstern der stillen Kirche weg und fürchtet sich, ihrem Schillern nachzuforschen, ob es wohl vom Monde niederfalle.

Jean Paul: Siebenkäs

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17.11.2018 13:15
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Zitat:
Original von Olivaro


Geradezu prophetisch mutet die kurze Sequenz an, als Dorian sich mit einer Japanerin in ihrer Landssprache unterhält und auf seine ungewöhnliche Sprachbegabung hinweist. Hunter und seine Autoren wussten vermutlich selbst noch nicht um die Symbolhaftigkeit dieser Szene.


Das hat mich beim ersten Lesen auch schon stutzig gemacht.

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17.11.2018 14:46
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Hier mal ein Auszug aus dem Indizierungsantrag für den Vampir-Horror-Roman 47 "Amoklauf":

Sachverhalt
Der Antragsteller führt aus: "Die Handlung spielt auf Borneo, in und um den Ort Brunei. Die Mitglieder der englischen Familie Richardson, die in der Nähe Bruneis ansässig sind, werden nach und nach durch die Machenschaften eines als Arzt auftretenden Dämons zu Amokläufern und töten eine große Anzahl von Menschen. Die dabei verfolgte Intention des Dämons ist, einen bestimmten Ort, nämlich das Haus der Richardsons, so zu entweihen, daß an ihm ein Hexensabbat mit dem obersten aller Dämonen, Asmodi, gefeiert werden kann.
Dieser Plan wird durch den Dämonenkiller Dorian Hunter durchkreuzt. Er entlarvt den Dämon und verhindert durch diverse magische Tricks (Weihwasser, Kreuze, Bannsprüche etc.) die Durchführung des Hexensabbats. Der erboste Oberdämon Asmodi bestraft daraufhin den als Arzt getarnten Initiator dadurch, daß er ihn aus dem Kreis der Dämonen ausschließt. Dieser, nun zum Menschen geworden, wird verurteilt, als Aussätziger sein weiteres Leben qualvoll zu verbringen.
Tendenz der Darstellung: In dem vorliegenden Heft wird ein recht dürftiger Handlungsablauf durch eine Fülle von Brutalitäten angereichert. Dabei hat man den Eindruck, daß der Anstoß für alle geschilderten Vorgänge, nämlich die Entweihung eines Hauses, weniger eine sinnvolle Erzähleinheit ist als vielmehr Alibifunktion erfüllt für die Darstellung von Brutalem und Ekelhaftem.
Schon auf den ersten sieben Seiten schildert der Autor vier Morde. Insgesamt werden im Rahmen der Handlung so viele Menschen ermordet, daß sich die Leichen, wie auf S.56 dargestellt, zu einem Berg aufrichten lassen: Barbara und Gloria standen wie Statuen da. Nur ihr Bruder bewegte sich. Er schichtete die Toten zu einem Berg auf.
Die einzelnen Morde werden zum Teil mit einer detaillierten Darstellung des brutalen Vorgangs geschildert, zum Beispiel S. 48: Sie bohrte die Fingernägel tief in Burgers Hals und riß dessen Kehle auf. Blut spritzte über ihre Schultern und Brüste.
Die vom Dämon Besessenen und inzwischen Getöteten werden als ekelhafte "Untote" geschildert: Sein Gesicht war über und über mit häßlichen Insekten bedeckt, die teilweise das Fleisch bis zu den Knochen zerfressen hatten. Die Augenhöhlen waren leer, der Mund stand weit offen. (S. 35)
Der Hauptakteur der Geschichte, Dorian Hunter, steht mehrmals im Verlauf der Handlung vor der Aufgabe, sich seiner vom Dämon besessenen Gegenspieler durch Töten zu entledigen, allerdings nehmen ihm im entscheidenden Moment dann jeweils andere die Entscheidung ab. Eine moralische Rechtfertigung gibt der Autor hierzu auf S. 64: "Nein", sagte ich. "Ich töte dich nicht, Jerome. Du bist kein Dämon mehr, und ich töte nur Dämonen."
Mögliche Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche: Durch die gehäufte detaillierte Schilderung brutaler und ekelhafter Szenen ist mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß die vorliegende Druckschrift auf Kinder und Jugendliche verrohend wirkt (§1 GjS, Satz2).
Die Rechtfertigung des "Dämonenkillers", er töte nur Dämonen (wobei die Tötung von Dämonen unterschwellig als moralisch gut eingestuft wird) ist geeignet, Kinder und Jugendliche sozialethisch zu verwirren. Es braucht nur ein bestimmtes Feindbild aufgebaut zu werden, um Mord an bestimmten Personengruppen (hier Dämonen beziehungsweise Besessene) als legitim darzustellen.
Andererseits ist Mord dann gerechtfertigt, wenn der Mörder (von Dämonen) besessen und "ferngesteuert" ist.
Zu dem sehr simplen Darstellungsschema paßt es auch, daß vom Dämon besessene Frauen in einem Sexualrausch verfallen, bevor auch sie vom Zwang zum Töten beherrscht werden.
Hiermit und auch mit der Betrachtung jeder weiblichen Randfigur als Sexualobjekt, das nur leider zur Zeit keine Verwendung finden kann, werden sozusagen zur Belebung des Handlungsablaufs pornographische Nuancen eingebaut, die zur weiteren Verwirrung bei Kindern und Jugendlichen beitragen können."
Der Antragsteller beantragt, die Druckschrift Der Dämonenkiller Nr. 7, Vampir-Horror-Roman Nr. 47, „Amoklauf“ von Neal Davenport, Erich Pabel Verlag, Rastatt, in die Liste der jugendgefährdenden Schriften aufzunehmen.
Der Anwalt des Verlages beantragt, die Indizierung abzulehnen. Er überreichte eine eidesstattliche Versicherung des Diplomkaufmanns Winfried Blach, Geschäftsführer des Erich Pabel Verlages, mit folgendem Wortlaut:
"Der Vampir-Horror-Roman Nr. 47, „Amoklauf“ von Neal Davenport - Dämonenkiller Nr. 7 - ist in der Erich Pabel Verlags KG erstmals am 31.12. 1973 erschienen. Nach Durchführung des sogenannten Phasenvertriebs war die gesamte Auslieferung des Romanheftes spätestens viereinhalb Monate danach, also Mitte Mai 1974, endgültig abgeschlossen.
Dies bedeutet, daß das Romanheft auch vier Wochen später endgültig remittiert war. Selbst wenn man berücksichtigt, daß in Einzelfällen Einzelhändler die Remission nicht ordnungsgemäß und damit verspätet durchführten, ist davon auszugehen, daß sich ab Herbst 1974 keine Exemplare dieser Druckschrift mehr im Handel befanden.
Es ist für den Verlag daher völlig unbegreiflich, wie der Antragsteller beziehungsweise ein Dritter heute noch - diese Tatsache einmal unterstellt - in den Besitz dieses Romanheftes gelangen kann. Der Verlag selbst verfügt seit langem nicht mehr über Exemplare des Druckwerkes. Das einzige vorhandene haben wir aus unserem Archiv entnommen und unserem Anwalt mit der Bitte um Rückgabe zur Verfügung gestellt."
Wegen der weiteren Einzelheiten des Sach- und Streitstandes wird auf den Inhalt der Prüfakte und des Prüfgegenstandes, die Gegenstände der Verhandlung waren, Bezug genommen.

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17.11.2018 15:28
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Die einzige Textstelle, bei der ich dem abstrusen Indizierungsantrag zustimme, ist diese Zeile:

"In dem vorliegenden Heft wird ein recht dürftiger Handlungsablauf durch eine Fülle von Brutalitäten angereichert." Mit Betonung auf dürftig. groes Grinsen

Andererseits wurde solch perfides Zeug und Schilderungen leider real stattgefundenen Grauens, das im "Landser" geschildert wurde, über Jahrzehnte (trotz einiger Indizierungen) toleriert und an Käufer jeden Alters abgegeben.

Noch bizarrer ist jedoch den Indizierungstext zum Vampir-Horror-Roman 99 ("Das Hochhaus der Vampire) von Thomas B. Davies.

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17.11.2018 18:45
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Zitat:
Original von Olivaro
Noch bizarrer ist jedoch den Indizierungstext zum Vampir-Horror-Roman 99 ("Das Hochhaus der Vampire) von Thomas B. Davies.


Wie sieht denn der aus? Kann man den man lesen? groes Grinsen Alt

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17.11.2018 22:39
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Habe die Indizierung hier beim entsprechenden Roman abgelegt:

http://www.gruselroman-forum.de/thread.php?sid=&postid=112222#post112222

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17.11.2018 23:04
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Danke groes Grinsen

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30.11.2018 22:13
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Auf der Mystery Press-Leserseite von Dorian Hunter Nr. 7 ist mir ein Fehler aufgefallen. Vielleicht findet Ihr ihn ja auch. Viel Spaß beim Suchen....groes Grinsen groes Grinsen

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01.12.2018 23:03
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Der Fehler ist, daß auf dem Foto das Heft 1 der Dämonenkiller-Neuauflage aus dem Jahr 1983 zu sehen ist und nicht der Originalroman Vampir-Horror-Roman Nr. 23 (Dämonenkiller Nr. 1) aus dem Jahr 1973. Peinlich... groes Grinsen groes Grinsen

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06.12.2018 15:42
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Moin,

in Band 6 habe ich mich beim Lesen total einsam gefühlt. Selten bin ich mit einem Protagonisten so verschmolzen wie in diesem Roman.

Und dann kommt Band 7 - in der Ich-Form! Woah! Bse Bleibt das jetzt so oder ändert sich das wieder?

Ich bleibe trotzdem gespannt.

DWB

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06.12.2018 16:43
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Zitat:
Original von Weltenbummler
Moin,

in Band 6 habe ich mich beim Lesen total einsam gefühlt. Selten bin ich mit einem Protagonisten so verschmolzen wie in diesem Roman.

Und dann kommt Band 7 - in der Ich-Form! Woah! Bse Bleibt das jetzt so oder ändert sich das wieder?

Ich bleibe trotzdem gespannt.

DWB


Mit der Ich - Form hatte ich Anfangs auch so meine Probleme.
Habe mich dann aber schnell dran gewöhnt.
Und obwohl ich mich den hier geäußerten Kritikpunkten zum größten Teil anschließe,
kann ich hier locker ein gut, knapp am sehr gut, vergeben.
Man muss die Texte halt auch immer im Kontext zur damaligen Zeit sehen.
Ansonsten hätte man die Texte noch stärker bearbeiten müssen, und das wollen ja die wenigsten..
7/10 Players

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People think that I must be a very strange person. This is not correct. I have the heart of a small boy. It is in a glass jar on my desk.
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06.12.2018 18:51
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Zitat:
Original von Weltenbummler

Und dann kommt Band 7 - in der Ich-Form! Woah! Bse Bleibt das jetzt so oder ändert sich das wieder?


Die erste Person ist eigentlich den Vergangenheitserlebnissen in der Serie vorbehalten, aber hin und wieder gibt es die auch in der Gegenwart (siehe Bände 65 oder 140-143).

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Weltenbummler
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07.12.2018 09:57
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Vielen lieben Dank für eure Aufklärung.
Prinzipiell habe ich nichts gegen eine Ich-Erzählung.
Tony Ballard war jahrelang meine Lieblingsserie.

Aber ich finde, dass gerade die Einsamkeit und Kälte und Ausweglosigkeit in der dritten Person besser transportiert werden kann.

Wenn es also nicht alle Romane betrifft - alles gut. frhlich

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Loxagon Loxagon ist männlich
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07.12.2018 16:23
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Zitat:
Original von Weltenbummler
Tony Ballard war jahrelang meine Lieblingsserie.


War? Ich klage dich mal kurz an. Und zum Glück tagt das hohe Gericht gerade. Den Vorsitz hat die Herzkönigin. Also nur nicht kopflos werden Ngel

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Weltenbummler
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17.12.2018 10:04
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Moinsen,

erstmal zu Band 7. Hm. Ja. Eigentlich stimmt alles. Ein guter, atmosphärischer Roman, alles logisch. Und doch ... ich weiß nicht. Aber ich bleibe dran.

Zu Tony Ballard. Ich bin kurz vor dem Zaubermond-Ende ausgestiegen. Das war mal meine absolute Lieblingsserie. Aber was AF dann nach und nach ablieferte. Nein. Das war immer das gleiche. Und die Dialoge nach dem selben Schema. Und meistens unter der Gürtellinie. Das war - für mich - abstoßend. Ganz ganz schlimm. Schade. Tut mir leid. unglcklich

DWB

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Tulimyrsky Tulimyrsky ist männlich
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19.12.2018 08:02
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Ich hab ein 'gut' vergeben. Das ist also der erste Roman in der 'ich'-Form. Ok, stört mich nicht weiter. Layout technisch könnten für mich aber ruhig öfter Absätze eingebaut werden.
Der damaligen Zeit und Heldendarstellung geschuldet, raucht und säuft der Protagonist permanent. Also bei soviel Fusel könnte ich nicht mal ne Fliege fangen, geschweige denn irgendwelche komplizierten Bannsprüche aufsagen, aufmalen, whatever.

Die Darstellung der besessenen Personen und deren Amoklauf fand ich stimmig und am Schluss sehr brutal und deswegen gut. groes Grinsen

Bisschen weibliche Haut gabs auch zu sehen; ob man jetzt ein 12 jähriges, nacktes Mädchen näher beschreiben oder überhaupt einbauen muss, lass ich mal dahingestellt. Würde heutzutage in einem Heftroman wohl nicht mehr durchgehen.

Nach wie vor agiert der Dämonenkiller eher unbeholfen, als ein Dämonenkiller, wie er sich immer selbst nennt und darstellt.

Am Schluss habe ich eigentlich eher erwartet, dass er



aber ich habe ja bekanntlich den Roman nicht geschrieben groes Grinsen

__________________
and the Lord said unto John, "Come forth an receive eternal life." But John came fifth and won a toaster.

What type of meat do priests eat on Friday... nun.

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Wicket Wicket ist männlich
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20.12.2018 21:08
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Das war er also - der legendäre und berüchtigte "Amoklauf".

Eine Geschichte, welcher vorgeworfen wird, durch ihre simple und selbstzweckhafte Form, das Fundament für ein Heft mit vielen Toten und viel Blut zu bilden. Eine dünne Story, welche viel sinnlose Brutalität gerechtfertigt. So wird es behauptet.

Ist das so? Ist die Story mittelklasse und der Roman übertrieben brutal? Jein.

Zunächst einmal genoss ich die transportierte Dschungel-Atmosphäre, das hat Flair. Untote im Dschungel gehen immer - klasse.
Dann gab es noch den ein oder anderen Kniff, der mir wirklich gefallen hat (vermutlich jedoch eher dem Expo geschuldet). Vlceks Romane gefallen mir einen Ticken besser - ich bin froh darüber, dass er das Expo-Mastermind war.

Die Ich-Form war OK für mich. Etwas absurd mutete es jedoch für mich an, dass Dorian quasi den gesamten Roman über einen sitzen hatte (hier ein paar Bourbon, ne Flasche Bier auf Ex zum Frühstück) und sich selbst bei den unpassendsten Gelegenheiten erstmal ne Fluppe anzündet. Kann man machen. Normal ist das jedoch nicht. Dadurch wirkte der Roman stellenweise leicht trashig und weniger erwachsen auf mich, als die vorangegangenen Hefte. Ein bißchen Comic-artig (TB & JS lassen grüßen). Kompensiert wird das Ganze dann mit Sex and Violence. Wobei das auf mich auch nicht wirklich erwachsen wirkt. Die sexuelle Komponente stört mich da jedoch ein wenig mehr, als das Blutvergießen. Alles eine Frage des Stils. Erotik - kein Problem. Splatter - bin dabei. Aber bitte gekonnt. Wobei ich der Verbindung von beidem nichts abgewinnen kann.

War der Roman für mich schlecht? Mitnichten. Mittelmaß? Nein. Der Roman war gut. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Mit Fingernägeln aufgerissene Kehlen und zu einem Berg aufgehäufte Leichen können (so lange es die Story wirklich erfordert) schonmal sein. Jedoch stimmt es mich ein klein wenig nachdenklich, wenn dann so von einem Protagonisten (Hewitt) argumentiert wird:
"Es war lediglich notwendig gewesen, das Haus und die Umgebung zu entweihen.
...
Die Amokläufe dienten dazu, dass möglichst viel Blut floss und möglichst viele Menschen starben."

Kopfkratzen

Guter Roman, von einem guten Autor aus einer gelungenen Serie.

Viele Tote, viel Gewalt, viel Sex und ne Menge Fusel.

So, und jetzt zünd' ich mir erstmal eine an.

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The oldest and strongest emotion of mankind is fear, and the oldest and strongest kind of fear is fear of the unknown. (H.P. Lovecraft)

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